Bild Breuberg Startseite breuberg.de


Die Stadtteile Breubergs - Von Hainstadt bis Wald-Amorbach
Der Eindruck von Breuberg wäre unvollständig ohne die Stadtteile.

Auch wenn die Stadtteile in die Gemeinschaft der Stadt Breuberg eingebettet sind, haben sie dennoch ihren Charakter als selbständige Ortschaften erhalten.



Sandbach (3.071 Einwohner)
Der Chronik zufolge soll der Stadtteil Sandbach die älteste Siedlung des Breuberger Landes gewesen sein. Schon um das Jahr 770 hat der Granitfelsen, der den alten Ortsteil überragte, eine Kirche getragen. Diese Kirche ist als Mutterkirche der Region anzusehen. Sie wurde im Jahre 1445 durch ein anderes Kirchengebäude ersetzt, das schließlich der jetzigen Kirche Platz machen mußte. An dieser Stätte befindet sich die Grablege der Grafen zu Wertheim. Das Epitaph Michael III. ist uns erhalten geblieben.

Durch Erlass wurde am 14. Mai 1537 in der Herrschaft Breuberg die Reformation durch die Gräfin Barbara zu Wertheim eingeführt. Erwähnung sollten auch die Rokoko-Stuckdecken des "Löwensteiner Jagdschlößchens" finden, welches heute evangelisches Gemeindehaus ist.

Sandbach blieb bis Mitte des 19. Jahrhunderts ein reines Ackerbaudorf. Erst die Gründung zweier Gummifabriken zu Beginn des 20. Jahrhunderts machten Sandbach zu einem Industrieort.

 

[Zum Anfang]


Neustadt (1.829 Einwohner)
Unmittelbar unter dem Südhang der Burg Breuberg liegt der Stadtteil Neustadt. So bestimmten auch die Burgherren im frühen Mittelalter die Lage und Anlage dieses stillen Landstädtchens.

Einst als Wohnsiedlung für Bedienstete der Burgherren angelegt, entwickelte es sich vom 14. Jahrhundert an zu einer befestigten Markt- und Landstadt mit eigener Gerichtsbarkeit, der im Jahre 1378 die Stadtrechte durch Kaiser Karl IV. verliehen wurden. Im Laufe der Zeit siedelten sich Handwerker und Bauern, welche für den Lebensunterhalt der Burgherren und deren Leute mitsorgten, entlang der alten Handelsstraße an.

Inmitten der Stadt erhebt sich noch heute ein in Deutschland einmaliges hölzernes Kreuz mit den Symbolen des Marktfriedens und der Marktgerichtsbarkeit. Neustadt war im Mittelalter Sitz bedeutender Adelsgeschlechter.

Das Rodensteiner Herrenhaus aus dem Jahre 1569 ist eines der markantesten Fachwerkhäuser der Altstadt, wobei anzumerken sei, daß im Zuge der Dorferneuerung unter viel Eigeninitiative und Unterstützung der Bürger, der Stadt Breuberg, des Odenwaldkreises und des Landes Hessen die Altstadt von Neustadt ihr historisches Flair wiedergewonnen hat.

Am ehemaligen Rathaus wurde vom Verkehrs- und Verschönerungsverein Neustadt am Breuberg ein Glockenspiel installiert.

Alle zwei Jahre (zu den ungeraden Jahreszahlen) findet der weit über Breuberg´s Grenzen hinaus bekannte Historische Markt statt.

 

[Zum Anfang]


Rai-Breitenbach (903 Einwohner)
Am Fuße des Breubergs liegt jenseits der B 426 der Stadtteil Rai-Breitenbach.

 

"Raibach" wurde bereits im Jahre 798 in Zusammenhang mit einer Schenkung an das Kloster Lorsch urkundlich erwähnt. Die Kirche des Stadtteils Rai-Breitenbach dürfte aus der Zeit um die Jahrtausendwende stammen. Sie ist demnach das älteste erhaltene Gotteshaus in der Stadt Breuberg. Sehr sehenswert sind die im Chorraum der Kirche befindlichen Fresken aus dem Jahre 1498.

 

[Zum Anfang]


Hainstadt (1.575 Einwohner)
Hainstadt wurde um das Jahr 800 als "Heimstat" zum ersten Mal geschichtlich erwähnt. Der Weiler Rosenbach mit seiner Mühle und dem Hofgut aus dem Jahre 1624 gehören zu Hainstadt dazu, das bereits durch die über den Breubergsattel führende Römerstraße ein Bindeglied zum Maintal darstellte.

 

Hainstadt ist heute einer von zwei Stadtteilen Breubergs, in dem noch Landwirtschaftsbetriebe ihren Lebensunterhalt durch Viehzucht- und haltung sowie Ackerbau bestreiten. Weiterhin findet man dort groß angelegte Apfelplantagen, die in keinem anderen Stadtteil zu sehen sind.

 

Anziehungspunkt ist der Klettersteig des DAV, der als einer der schönsten nördlich der Alpen gilt.

 

[Zum Anfang]


Wald-Amorbach (538 Einwohner)
Erstmals tauchte der Name des Stadtteils im Jahre 1286 bei der Erwähnung eines Ritters von "Amerbach" auf. Die heutige Kirche wurde 1741 eingeweiht, hatte aber wohl auch eine Vorgängerkirche, welche 1524 erstmals erwähnt wurde.

 

Wald-Amorbach, der kleinste der Breuberger Stadtteile, liegt etwas abseits, hat aber umgeben von Wiesen und Wäldern seinen ländlichen idyllischen Charakter behalten. Noch heute wird dort im "Bakkes", dem Gemeindebackhaus, köstliches Brot selbst hergestellt.

 

[Zum Anfang]