Klettersteig (Starkenburger Steig)

Vom Steinbruch Hainstadt zum Klettersteig Hainstadt

Der Steinbruch Hainstadt wurde 1980 von Werner Lautenschläger und Rolf Fäth für den Klettersport entdeckt. Die ersten Routen wurden noch mit schweren Bergschuhen eröffnet und der Kampf mit Sand und losem Gestein war die Hauptschwierigkeit in den Anfängen. Die ersten Kletterer dort waren fast alle Mitglieder der Alpenvereinssektion Starkenburg. Die Gruppe etablierte sich unter dem Namen "Odenwälder Bergfreunde". 1984 wurde der "Starkenburger Steig" (Klettersteig) gebaut und der Sektion zum 100. Geburtstag geschenkt. Im selben Jahr konnte die Sektion Starkenburg mit der Stadt Breuberg einen Nutzungsvertrag für den Steinbruch abschließen, der 1995 in einen Pachtvertrag umgewandelt wurde. Die "Odenwälder Bergfreunde" legten Wege und Routen, außerdem betreuen sie das Gelände um den Steinbruch. Karl Horn, Hans Heller, Friedel Sautier, Werner Lautenschläger, Jockel Kaiser, Dieter Heusel, Siggi Philipp, Harald Steiger, Christian Harang und Rolf Fäth sind Namen die bei der Erschließung und Pflege des Klettergartens unbedingt genannt werden müssen.

Alle Routen sind von den Kletterfreunden selbst angelegt und namentlich benannt, die 53 Routen haben verschiedene Schwierigkeitsgrade. 22 Haken verbunden mit etwa 70 m Stahlseil führen durch die Südwand des Klettergartens. Der Starkenburger Steig bietet unseren zahlreichen Extremwanderern und unserer Sektionsjugend gute Trainingsmöglichkeiten für Klettersteige in den Alpen. Der Einstieg befindet sich am Kamin zwischen Süd- und Ostwand, dem folgt eine Querung (8 m) dann führen die Seile steil nach oben zum Band, welches durch die Mitte der Südwand führt. Auf dem Band quert man ca. 6-8 m nach links und erklimmt dann eine kleine Verschneidung. Im Zick-Zack steigt man die Bänder immer ausnutzend bis zum Ausstiegsblock. Dieser obere Teil bietet dem Begeher schöne Blicke zur Burg Breuberg und ins Mümlingtal. Begeht man den Klettersteig ohne ans Stahlseil zu greifen und benutzt die Haken nur als Sicherungspunkte, dürfte man die schwierigsten Stellen mit 4+ / 5- bewerten.

 


Download: Routenübersicht (PDF-Dokument: 88 kByte)


 

Der Klettergarten und seine Umgebung

 

Die kleine Schutzhütte oberhalb des Steinbruches wurde von der Stadt Breuberg errichtet und bietet einen herrlichen Blick zur Burg Breuberg und ins Mümlingtal. Die Pfade entlang und zu den Felswänden wurden von den "Odenwälder Bergfreunden", den Erschließern des Geländes angelegt. Diese Gruppe betreut den Steinbruch für die Sektion Starkenburg des deutschen Alpenvereins.

 

Wir bitten die Kletterer (innen) nur die von uns angelegten Zugänge zu den Wänden zu benutzen. Bei Routen, die mit einem Umlenkkarabiner enden, bitte dort Abseilen.

 

Der Infokasten im Steinbruch enthält Verhaltensregeln, die nächste Notrufsäule, alle wichtige Informationen.

 

Der Naturpark Bergstraße-Odenwald e.V. stellt den Parkplatz, eine Grillstelle und einen Lagerfeuerplatz zur Verfügung. 

Wir bitten mit diesen Einrichtungen sorgsam umzugehen und das Gelände sauber zu halten. 

 

Das Zelten ist im gesamten Steinbruchbereich untersagt!