Das St. Marienhaus

Auf Initiative des Mainzer "Sozialbischofs" Wilhelm Emanuel, Freiherr von Ketteler  wurde im Jahre 1856 das " St. Marienhaus" auf dem Gelände des früheren Löwensteiner Tiergartens gebaut.

Die Fürstin Sophia von Löwenstein, auch " Mutter der Armen"  genannt, starb 1848 und hinterließ 35.000 Gulden zur Errichtung eines Waisenhauses für Mädchen. Fürst Carl von Löwenstein stellte dem Bischof die Stiftung seiner Großmutter zur Verfügung.

Die Schul- und Krankenschwestern  von der "Göttlichen Vorsehung" aus Mainz-Finthen hatten die Aufgabe für die Betreuung und Erziehung der Waisenkinder übernommen. Das Mutterhaus der Schwestern befand sich später in Aschaffenburg, deshalb wurde das St. Marienhaus im Volksmund auch "das Kloster" genannt. Schon 1863 betreuten 8 Schwestern 120 Kinder.

Im Jahre 1941 wurde das Kirchliche Waisenhaus durch das NS-Regime geschlossen. Nun wurden Tbc-kranke Mädchen und Kinder in dem Haus untergebracht, die von den Ärzten der Ernst-Ludwig Heilstätte betreut, aber von den Schwestern gepflegt wurden.

Als dann 1945 das Bistum Mainz wieder über das Haus verfügen konnte bestand für die Waisenpflege kein Bedarf mehr.

Aus dem früheren Waisenhaus wurde ein Alters- und Erholungsheim. Viele Breuberger Senioren wurden hier im Geiste christlicher Nächstenliebe betreut.

Leider musste das Haus aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen und entsprechender Auflagen geschlossen werden, was bei den Menschen in Breuberg und Umgebung auf Bestürzung und Unverständnis stieß.

1992 wurde das Haus von dem Orden der "Barmherzigen Schwestern von Alma / Michigan" übernommen, die sich dem Dienste an Menschen aus dem Kirchlichen Bereich widmen, die einer seelisch-religiösen Heilung bedürfen.

Die Schwestern über ihre Gesellschaft:

"Gegründet wurden wir 1973 in Alma. Unsere Stifterin ist Catherine McAuley, Dublin, Irland 1831. Unsere Gemeinschaft hat ihr Mutterhaus in Alma / Michigan, USA. In den Vereinigten Staaten leiten wir drei Kliniken, die "ganzheitliche Gesundheitsfürsorge" als Hauptziel haben, und eine private Universität. Wir sind auch in Kanada und Italien tätig. Das Charakteristikum der Gemeinschaft ergibt sich aus unserem vierten Gelübde: "Den Armen, Kranken und Unwissenden" zu dienen. Wir wollen das Bild Jesu, der das Erbarmen des Vaters enthüllt, widerspiegeln.

Im Bistum Mainz haben Schwestern der Gemeinschaft im Jahre 1990 die Begegnungs- und Beratungsstätte der Barmherzigen Schwestern von Alma / Michigan e.V. gegründet."

Barmherzige Schwestern von Alma
Am Tiergarten 26
64747 Breuberg, St. Marienhaus (Sandbach)
Tel.: 0 61 65 / 598
Fax: 0 61 65 / 64 77

Begegnungs- und Beratungsstätte der
Barmherzigen Schwestern von Alma/Michigan e.V.
Liebfrauenplatz 6
55116 Mainz
Tel.: 0 61 31 / 23 75 06
Fax: 0 61 31 / 23 35 55

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      Kreuz im Innenhof       Stifter-Gedenkstein       Marien-Grotte

Bilder vom Innenraum der Kapelle

 Alte Bilder vom St. Marienhaus

"150 Jahre St. Marienhaus"