Der Stadtbrandinspektor informiert:

Neuer Lebensretter in Breuberg aktiviert


Letzteres brachte die Jagdgenossenschaft Neustadt dazu, dieses Vorhaben zu unterstützen und die Jagdpachterlöse für die Anschaffung der Drohne zu spenden. So wurde die Drohne nun für einen Gesamtwert von 6.500€ (1.500€ Merck, 5.000€  JGS Neustadt) beschafft und in die treuen Hände der Feuerwehr Breuberg übergeben. Schön, dass hier die Zusammenarbeit zwischen den Jagdgenossenschaften, Landwirten und Jägern so gut harmoniert.

Die Feuerwehr Breuberg hat sich bereits in einer Gruppe aus Berufs-/ und Hobbyfliegern zusammengefunden, um die Ausbildung an der Drohne zu starten. Es reicht hier nicht einfach nur aus, einen Führerschein zu machen, es muss eine Einweisung in das Fliegen erfolgen und der genaue Ablauf muss geprobt werden. Hierzu wurde eine Standardeinsatzregel „SER Drohne“ geschrieben und demensprechend sind Schulungsunterlagen erstellt worden. Jährliche Flugstunden sind für die Einsatzbereitschaft der Piloten ebenfalls verpflichtend.

Ein Einsatzgebiet ist hier, wie schon beschrieben, die Rehkitzrettung. Alle Landwirte haben die gesetzliche Verpflichtung, auszuschließen, dass beim Ernten oder Mähen ihrer Wiesen und Felder, ein Rehkitz verletzt wird. Dies wird bislang mittels Durchlaufen der Wiesen vor dem Mähen mit vielen Helfern gemacht. Die Drohne macht das mit zwei Kameraden innerhalb von wenigen Minuten. Die angebrachte Wärmebildkamera kann den Unterschied Boden und Tier in den Morgenstunden sehr gut erkennen.

Daher bietet jetzt die Feuerwehr Breuberg mit Ihren Piloten an, die Landwirte bei der Rehkitzsuche mit der Drohne zu unterstützen.

Bei Sicherheitsaufgaben gewinnen Drohnen immer mehr an Bedeutung. Mit modernster Technik (Wärmebild- und Zoom-Kameras) sind die kleinen technischen Wunder eine wertvolle Bereicherung für Feuerwehr Breuberg. Drohnen können durch ihre unterschiedliche Bauart, Ausstattung und Größe verschiedenste Aufgaben übernehmen und daher in unterschiedlichen Einsatz- und Krisenlagen eingesetzt werden. Zudem können sie in der Regel schneller, flexibler und günstiger als die herkömmlichen Maßnahmen (Drehleiter oder Hubschrauber) in den Einsatz gebracht werden.

Hier haben wir mögliche Einsatzbereiche aufgeführt:

  • Luftaufklärung / Lagedarstellung aus der „Vogelperspektive“
  • Suche/Ortung von Menschen/Tieren
  • Vegetations- und Waldbrandbekämpfung
  • Erkundung von schwer begehbaren Einsatzstellen
  • Eindringen in für Einsatzkräfte zu gefährlichen Bereichen
  • Erkundung überfluteter Gebiete
  • Detektion von (versteckten) Wärmequellen/Glutnestern
  • Übermitteln von Nachrichten mit dem Lautsprecher
  • Dokumentation und Überwachungen von Einsatzstellen & Übungen
  • Ausleuchtung einer Einsatzstelle
  • Unterstützung bei Wasserrettungseinsätzen

Der genaue Einsatzbereich wird unter Berücksichtigung der spezifischen technischen Fähigkeiten und Ausstattung der Drohne sowie der personellen Verfügbarkeit von geeignetem Bedienerpersonal festgelegt und definiert.

Die Drohne ist in dem Einsatzleitwagen ELW1 der Feuerwehr verladen und wird so bei den größeren Einsätzen automatisch zur Einsatzstelle gebracht. Derzeit sind 12 Piloten an dem Gerät geschult worden, weitere Einsatzkräfte aus dem gesamten Stadtgebiet werden jetzt noch zeitnah nachgeschult, um stets ausreichend Piloten für diese zusätzliche Tätigkeit vorhalten zu können. Danke an die Bürgermeisterin Frau Heckler für die Mitarbeit und Danke an Timo Schadt, der sich dem Thema vorrangig angenommen hat.

Die Feuerwehr Breuberg freut sich auf eine Infoveranstaltung mit vielen Besuchen. Hierzu werden wir im Sommer separat einladen.

Natürlich können Sie uns jederzeit ansprechen oder kommen gerne zu unseren Übungsstunden an die Feuerwehrgerätehäuser. Vielleicht weckt es in Ihnen das Interesse an den Tätigkeiten der Feuerwehren und sie gehören bald zu einem der Piloten….