Der Odenwaldkreis informiert: Neue Nachrücker-Liste ermöglicht rascheres Impfen

Bürgerinnen und Bürger können sich melden – Folge zunehmender Termin-Ausfälle

 

Um einen zügigen Fortschritt bei den Corona-Schutzimpfungen zu sichern, hat der Odenwaldkreis eine Nachrücker-Liste für interessierte Bürgerinnen und Bürger eingerichtet. Der Grund dafür ist, dass vergleichsweise viele Impfwillige ihre Termine im Impfzentrum nicht absagen, was erhebliche Folgen für die Arbeitsabläufe hat, und die bisher geführte Backup-Liste mit Angehörigen aus den Bereichen Medizin und Pflege sowie dem Rettungsdienst erschöpft ist. Als Konsequenz daraus wird möglicherweise weniger Impfstoff verabreicht als möglich.

Melden können sich alle, die den ersten drei vom Bund festgelegten Priorisierungsgruppen angehören. Das entsprechende Formular findet sich unter www.odenwaldkreis.de in der Kachel „Impfen“.

 

Grob gesagt, gehören zu ersten Priorisierungsgruppe Menschen über 80 Jahre, Menschen im Pflegeheimen, Personal in Intensivstationen und Rettungsdiensten. In Gruppe zwei befinden sich Menschen zwischen 70 und 80 Jahren, Menschen mit Trisomie 21 oder Demenz, Transplantationspatienten sowie Personal in Kitas und Grundschulen. Zu Gruppe drei schließlich zählen Menschen zwischen 60 und 70 Jahren, medizinisch vorbelastete Menschen, Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz sowie Personal im Lebensmitteleinzelhandel.

 

Wer sich einträgt, sollte grundsätzlich abends erreichbar sein und schnell in Erbach sein können. „Menschen rasch erreichen zu können, ist für den Impf-Fortschritt wichtig“, so Matiaske.

 

Gefragt wird eigens nach der Zustimmung zur Impfung mit dem Vakzin von Astrazeneca, auch wenn man das 60. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Es wird empfohlen, die Anwendung dieses Impfstoffs vorab mit dem Hausarzt zu besprechen.

 

„Bisher musste wegen der Terminausfälle kein Impfstoff verworfen werden“, heben Landrat Matiaske und der Impf-Koordinator des DRK-Kreisverbands, Oliver Keil, hervor. „Dazu kann es aber unter Umständen kommen“, warnen sie. „Folgen gibt es aber schon jetzt“, so Keil. „Der eng getaktete Ablauf im Impfzentrum wird erheblich gestört, es muss neu disponiert werden, was Mehraufwand bedeutet und Zeit kostet. So wird die ohnehin schon komplexe Aufgabe der Planung zusätzlich erschwert.“

 

Deswegen ist wichtig, dass auch jede Person, die einen Termin über die Backup-Liste bekommt, den vom Land mitgeteilten Termin storniert. „Wir appellieren aber auch an alle Bürgerinnen und Bürger, Termine abzusagen, wenn sie nicht wahrgenommen werden können“, so Matiaske und Keil. „Das ist nicht zuletzt ein Dienst an der Allgemeinheit.“