Einführung des digitalen Corona-Impfnachweises: Keine erneute Vorsprache im Impfzentrum erforderlich

Statt den gelben Impfpass der Weltgesundheitsorganisation WHO ständig bei sich tragen zu müssen, können Corona-Geimpfte ihre Immunisierung künftig per Handy nachweisen und so gegebenenfalls Freiheiten bei Reise, Sport, Gastronomie oder Kultur genießen. Das Land Hessen hat angekündigt, dass den hessischen Impfzentren Stück für Stück die technischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen, den digitalen Impfnachweis für die Corona-Schutzimpfung zu erstellen. Dem Impfzentrum in Erbach fehlt aktuell noch das Zertifikat, um die Software nutzen zu können. In Zukunft erhalten Bürgerinnen und Bürger, die ihre Impfung im Impfzentrum verabreicht bekommen, auf speziellen Wunsch neben der Eintragung im Impfausweis auch einen Barcode. Dieser kann dann mit dem Smartphone in der Corona-Warn-App oder der App CovPass abgescannt werden, um die Impfdaten lokal auf dem Handy zu speichern und darüber seinen Impfschutz nachzuweisen.

Im Impfzentrum in Erbach wurden bereits mehr als 19.000 Menschen vollständig gegen Corona geimpft, sie könnten den digitalen Impfpass entsprechend nutzen. Aufgrund der großen Anzahl ist es dem Impfzentrum nicht möglich, die Nachweise für diese Personengruppe manuell vor Ort zu erzeugen. Wer seine Impfungen im Zentrum bereits vor der Einführung des digitalen Nachweises erhalten hat, bekommt den QR-Code per Post vom Land Hessen zugesendet. Das kann allerdings noch einige Tage dauern. Es ist nicht möglich aber auch nicht nötig, erneut ins Impfzentrum zu kommen, um den Code abzuholen.

Personen, die in einer Arztpraxis geimpft wurden, können sich für den digitalen Impfnachweis an die Praxis wenden. Allerdings werden die Arztpraxen erst nach und nach an das System angeschlossen, so dass es zu Verzögerungen bei der Ausstellung kommen kann.

Ab heute (14. Juni) ist es außerdem möglich, sich seinen persönlichen Code in Apotheken generieren zu lassen. Auf dem Portal www.mein-apothekenmanger.de, auf dem sich schon jetzt Schnelltest-Apotheken finden lassen, können Verbraucherinnen und Verbraucher dann bundesweit Apotheken in ihrer Nähe finden, die digitale Impfnachweise kostenlos ausstellen.

Von keiner der ausstellenden Stellen erfolgt eine telefonische Kontaktaufnahme zu geimpften Personen. Bekommt man den elektronischen Impfausweis telefonisch angeboten und soll dafür Geld überweisen, ist von einem Betrug auszugehen, der der Polizei gemeldet werden sollte.

Der digitale Impfnachweis ist lediglich ein ergänzendes Angebot. Der Impfnachweis über das bekannte „gelbe Heft“ oder die Ersatzbescheinigung ist weiterhin möglich und allein gültig.