Bescheid Übergabe des LWV an den IB, Was passiert am Breuberghang?

Verehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Breuberger!

In der letzten Woche fand die Bescheid Übergabe des Landeswohlfahrtsverbandes für die Wohnanlage des IB in Rai-Breitenbach statt. Weiterhin möchte ich Sie über geplante Arbeiten an unserem kommunalen Straßennetz und das Flurbereinigungsverfahren am Burgberg informieren.

 

Bescheid Übergabe des LWV an den IB

Der Internationale Bund (IB) Südwest gGmbH hat in Breuberg eine neue Wohnanlage mit integrierter Tagesstätte für Menschen mit geistiger Behinderung gebaut. Mit einem Zuschuss von 640.000 Euro fördert der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen das rund 4,93 Millionen teure Bauprojekt Am Alten Sägewerk.
LWV-Landesdirektorin Susanne Selbert überreichte vor Kurzem den entsprechenden Bescheid und informierte sich vor Ort über das Haus.

Das neue Wohnhaus bietet auf einer Ebene von rund 1.000 Quadratmetern Räume für vier Wohngruppen, Gemeinschaftsräume und Werkstatträume für die Tagesstruktur. Dort werden künftig 16 Männer und Frauen sowohl ein neues Zuhause als auch tagsüber Beschäftigung finden. In den Wohngemeinschaften hat jeder Bewohner ein Einzelzimmer mit eigenem Bad. Alle Zimmer grenzen an einen offen gestalteten Wohnbereich mit einer Küchenzeile. Jede Wohngruppe hat Zugang zu einem eigenen kleinen Garten. Die Gruppen sind durch einen Flur verbunden, mit einer mobilen Trennwand ist der Kontakt der Wohngruppen untereinander steuerbar. Der Flur ist auch als Veranstaltungsraum nutzbar. Das Dienstzimmer befindet sich in der Mitte des Flurs und erlaubt durch zwei Glastüren, alle Wohngruppen im Blick zu haben. Zudem gibt es auch spezielle Therapieräume, wie etwa einen Snoezelraum (ein gemütlicher Raum mit besonderen Sinnesreizen) oder einen reizarmen Ruheraum (Time-out-Raum), der in schwierigen Situationen genutzt wird. Der Neubau ist vollständig barrierefrei.
Die Beschäftigung in der Tagesstruktur findet in Werkstatträumen im Haus statt, wo die Klienten in der gewohnten Umgebung eine intensive Betreuung erhalten. In einer Werkstatt für behinderte Menschen oder einer externen Tagesstruktur wären sie oftmals überfordert.

"Mit unserem neuen Wohnhaus in Breuberg konnte ein dringend benötigtes zusätzliches Betreuungsangebot im Odenwaldkreis realisiert werden. Hier können Menschen ein neues Zuhause erleben, die sonst nur schwer ein adäquates Wohn- und Betreuungsangebot finden. Deshalb gilt unser besonderer Dank dem Landeswohlfahrtsverband Hessen für die großzügige Unterstützung", so Detlev Blitz, Regionalleiter Hessen-Süd bei der IB Südwest gGmbH.

Finanziert wurde das Bauvorhaben von der IB Südwest mit finanzieller Unterstützung durch den LWV und des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration.

Anwesend waren Herr Holzapfel (Projektleiter des Internationalen Bund e.V.), Herr Blitz (Regionalleitung Hessen Süd der IB Südwest gGmbH), Herr Landrat Matiaske, Frau Ober (LWV), Frau Selbert (Landesdirektorin LWV), Frau Janson (Bereichsleitung IB), Herr Lutz (Pädagogische Leitung) und Bürgermeister Jörg Springer.

Der Pressetext wurde vom LWV übernommen

 

Asphaltarbeiten in städtischen Straßen

Voraussichtlich zu Beginn der nächsten Woche erfolgt die Asphaltierung der Straße „Am Rangenberg“ im ST Sandbach.

Im Anschluss ist die Asphaltierung der „Schulzenwiese“ im ST Hainstadt vorgesehen.

Die Bereiche sind im Zuge der Asphaltierungsarbeiten nicht befahrbar, die Zuwegung zu den Grundstücken eingeschränkt.

Für die Beeinträchtigungen im Zuge der Maßnahme bitte ich um Ihr Verständnis, liebe Bürgerinnen und Bürger. Vielen Dank.

 

Was passiert am Breuberghang?

Viele haben sich schon Gedanken gemacht, was am Burgberg passiert und wer dort arbeitet, zumal jetzt große Baufahrzeuge die Wege blockieren und teilweise die Fußwege gesperrt sind.

Im Jahr 2014 wurde seitens der Stadt Breuberg und dem Amt für Bodenmanagement das Flurbereinigungsverfahren „VF2014 Breuberg“ gestartet. Dieses Verfahren dient ausschließlich dem Naturschutz und dem Erhalt der historischen Anlagenteile.

Naturschutz bedeutet hier, dass wir den Urzustand der Flächen wieder herstellen möchten, um den Tieren den Lebensraum wieder zu geben. Dies erfolgte im ersten Schritt mit dem Freilegen der Flächen und Trockenmauern, indem wir die Verbuschung teilweise zurückgenommen und mit einheimischen Blumen und Gräsern eingesät haben. Auch wenn die Dornen eine sehr starke Willenskraft haben, ist es uns gelungen schon einige neue Wiesen zu generieren. Diese werden im nächsten Schritt dann mit Schafen und Ziegen beweidet und nachgemäht, so dass wir hier in die Zukunft gut investiert haben.

Viele Grundstücksbesitzer sind dem Beispiel gefolgt und haben angefangen, ihr Eigentum wieder zu nutzen. Das ist auch ein Ziel dieses Verfahrens, die Zugangsmöglichkeiten zu verbessern, den Personen, die die Pflege betreiben, unter die Arme zu greifen.

Es wurden sehr viele Grundstücke getauscht, verschoben und verkauft. Dies ist in einem solchen Verfahren über die Behörde sehr unkompliziert geregelt. Dadurch konnten wir die Flächen für die Entbuschung und den Wegebau gewinnen.

Der größte Einschnitt in diesem Verfahren erfolgte vor zwei Wochen. Der Wiesenweg „Oberer Jägersrain“ wurde an den „Kappesserweg“ angebunden. Diese Maßnahme sieht in der Bauphase am Hang gewaltig aus. Wenn die Oberfläche des Weges jedoch fertiggestellt ist und der Grassamen seine Wirkung zeigt, wird dieser Eingriff keine Spuren hinterlassen bis auf die neue 3 Meter Breite nutzbare Fahrfläche. Ab dann haben auch die letzten Grundstücke ihren direkten Zugang.

Die jetzt angestoßene Maßnahme ist die Wiederherstellung des Fußwegs vom „Kappesserweg“ auf die Burg. Hier werden Trockenmauern aufgesetzt, teilweise die Kopfsteinpflaster in dem Weg erneuert, Wasserrinnen eingebaut und die defekte Betontreppe an der Aussichtsplattform erneuert. Hierbei geht es nicht nur um das Aussehen, sondern insbesondere auch um die Beseitigung der Absturzgefahr.

Abschließend möchten wir uns bei allen Beteiligten dieses Projekts für die tatkräftige Unterstützung bedanken. Hier besonders hervorzuheben sind die kurzfristigen Aktionen des Bauhofes und vieler einzelner Bürger, welche dieses Verfahren ebenfalls begleiten. Manche hatten während des Verfahrens auch Einschränkungen zu ertragen, diese werden aber jedoch von dem späteren Nutzen sicherlich übertroffen. Danke für Ihre Mithilfe und Ihr Verständnis!

Ein besonderes Dankeschön möchte ich dem Beauftragten für dieses Flurbereinigungsprojekt sagen: Gert Hartmann. In zahlreichen Gesprächen hat er das Flurbereinigungsverfahren vorangetrieben und die Maßnahmen mit den vielen Beteiligten koordiniert. Herzlichen Dank auch an Thomas Fabian vom Amt für Bodenmanagement in Heppenheim, der das Verfahren intensiv von Amts wegen begleitet.

 

Ich wünsche Ihnen ein schönes Sommerwochenende und bleiben Sie gesund!

 

Herzlichst

Ihr Bürgermeister
Jörg Springer