Medientage GAS

Und jetzt noch schnell ein Foto mit dem Handy …

… das ist auch für die Schülerinnen und Schüler der Georg-Ackermann-Schule Alltag und selbstverständlich. Aber gibt es nicht doch Beschränkungen und Grenzen, die zu beachten sind?

Die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen an der Georg-Ackermann-Schule kennen sich mit dem Thema Handyfotos und anderen Punkten in Sachen „Neue Medien“ gut aus, denn an drei Projekttagen beschäftigten sie sich mit wichtigen Aspekten rund um Handy- und Internetnutzung.

Wie sich zu Beginn der Veranstaltung schnell herausstellte, haben fast alle Schülerinnen und Schüler Zugang zum Internet und die meisten besitzen ein eigenes Smartphone. Dies bietet den 11- bis 13-Jährigen viele tolle Möglichkeiten, birgt aber auch Risiken und kann zu Problemen führen. Schwerpunktmäßig wurden in verschiedenen Workshops Fragen rund um Handynutzung, Datenschutz, Urheberrecht und Cybermobbing sowie der Umgang mit sicheren Passwörtern besprochen. Dabei konnten die Jugendlichen von ihren eigenen Erfahrungen berichten und gleichzeitig lernen, mit welchen einfachen Mitteln Schwierigkeiten im World Wide Web vermieden werden können.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Herausarbeitung, dass alles was im Internet steht, letztlich nicht mehr rückholbar oder, was viele glauben, dauerhaft gelöscht werden kann. Das war dann doch eine sehr entscheidende Erkenntnis, die viele sehr nachdenklich machte.

Das Thema Cybermobbing weckte natürlich etliche Rückfragen. Für die 5.- und 6.-Klässler war es gut zu wissen, was man als Betroffener tun kann und dass es an der GAS verschiedene Ansprechpartner gibt, an die man sich wenden kann, falls man einmal unangenehme Nachrichten über das Internet erhalten sollte. Ausführlich wurde auch über die Einrichtung von Passwörtern gesprochen. Es ist wichtig damit nicht leichtfertig umzugehen um keine bösen Überraschungen zu erleben.

Ganz praktisch durften die Jugendlichen in einem Workshop auch ihr eigenes Handy benutzen und gleich gemeinsam überprüfen, ob die Sicherheitseinstellungen zur Wahrung der Privatsphäre auf dem eigenen Smartphone richtig eingerichtet sind. Es gab auch die Gelegenheit sich mit dem eigenen Handy in das W-LAN-Netz der Schule einzuloggen um so zu erfahren, wie das Handy effektiv in der Schule genutzt werden kann und wie das Lernen durch Neue Medien effektiv unterstützt und gefördert wird.

Während der Projektwoche hatten die Schülerinnen und Schüler doch das ein oder andere „Aha-Erlebnis“. So ist es nicht erlaubt Bilder von Klassenkameraden ohne deren Zustimmung einfach weiterzuverbreiten.

Über die eigentlichen Medientage hinaus zeigt die Beschäftigung mit dieser Thematik und die gute Zusammenarbeit von Schule und Elternschaft bereits weitergehende Erfolge. So berichten Schülerinnen und Schüler, dass ihre Eltern die Nutzung der Smartphones zu Hause gut begleiten und Hinterfragen. Nach dem Zubettgehen noch herumchatten ist in den meisten Familien aus gutem Grund tabu.

Text: Monja Raekow