Breuberg-Bund legt 4. Ausgabe des 65. Jahrgangs der Zeitschrift „Der Odenwald“ vor

Die Aufhebung des Klosters Amorbach nach über 1000 Jahren – Der „Rathausplatz in Michelstadt 18762“ von niederländischem Maler

In seinem Beitrag für die soeben erschienene neue Ausgabe der Zeitschrift „Der Odenwald“ befasst sich Wilhelm Otto Keller unter dem Titel „Kloster und Fürst – Die Säkularisation des Klosters mit der Aufhebung des Klosters Amorbach 1802/03.

Für das von den französischen Revolutionsheeren aus seinen linksrheinischen Stammlanden vertriebene Fürstenhaus zu Leiningen schuf der Reichsdeputationshauptschluss vom Februar 1803 ein neues, souveränes Fürstentum zwischen Main, Neckar und Tauber aus kurpfälzischen, würzburgischen und mainzischen Ämtern. Im § 20 des Vertragswerks wurde das Kloster Amorbach, eines der ältesten rechtsrheinischen Klöster aus dem 8. Jahrhundert, ausdrücklich als Teil der Entschädigung für die linksrheinischen Verluste genannt. Im Zusammenhang mit der Aufhebung des Klosters ergaben sich viele Fragen und Probleme, die vom Autor untersucht werden, wie z.B.: Warum kam das Fürstenhaus in den Odenwald? Was wurde aus den Mönchen? Regelte der Fürst ihr Auskommen? etc.

Für das südwestliche Mainviereck und den Amorbacher Raum bedeuten die Veränderungen des Jahres 1803 eine grundlegende Zäsur. Die jahrhundertelange Zeit unter den Mainzer Erzbischöfen gehörte der Vergangenheit an.

Der nachfolgende Beitrag „Der Alte Hans. Essighändler, Ölhausierer, Jagdtreiber, Invalide –

Spurensuche zu einer vergessenen Sagenfigur aus dem Umfeld der Burg Frankenstein“ stammt aus der Feder von Michael Müller, der seinen Ausführungen die Bemerkung vorausschickt: „Die Burg Frankenstein an der Bergstraße wird oft als mythenumrankter Ort beschrieben. Leider leiten solche Hinweise meist nur auf den zweifelhaften Bezug zu Mary Shelleys Roman über. Tatsächlich existiert zu der mittelalterlichen Ruine aber ein reicher Sagenschatz, der immer mehr in Vergessenheit gerät. So auch die Geschichte vom Alten Hans“, die der Autor im Folgenden darlegt.

Die weiteren Beiträge dieser Ausgabe sind: „Der Pranger in Strümpfelbrunn“; „Ein Bauernschrank von 1812 aus dem östlichen Odenwald (Foto)“; eine Bildbeschreibung von Winfried Wackerfuß in der Reihe DER ODENWALD IN ALTEN ANSICHTEN mit der Ansicht „Der Rathausplatz in Michelstadt 18762 von dem niederländischen Maler Nicolaus Berkhout und der Lesefund: „Aufnahme in „die erste lateinische Schule“ in Amorbach

Buchhinweise auf Neuerscheinungen bilden den Abschluss dieser neuen Odenwald-Ausgabe. Sie kann über die Geschäftsstelle des Breuberg-Bundes, Ernst-Ludwig-Str. 2-4 in Breuberg oder den Buchhandel sowie über das Internet unter www.breubergbund.de für 5.- € bezogen werden, wo auch weitere Informationen zu bekommen sind.