Ein Riese an der Ernst-Göbel-Schule

Es ist unmöglich ihn zu übersehen, denn mit seinen 2,11m überragt er alle 1200 Schüler der Ernst-Göbel-Schule in Höchst: Philipp Kreile. Doch nicht nur seine Größe ist beeindruckend, sondern vor allem seine sportlichen Erfolge, denn der leidenschaftliche Basketballer, der die 10 Klasse des Realschulzweiges der Ernst-Göbel-Schule besucht, spielt in der Jugendbundesliga für Frankfurt und hat höhere Ziele fest im Blick. Obwohl er erst zwei Jahre Basketball spielt, hat er bereits eine Nominierung für die Jugendnationalmannschaft aufzuweisen und hofft auf eine Teilnahme an der U16 Europameisterschaft, die in diesem Jahr stattfindet.

Begonnen hat alles in Groß-Umstadt, wo er zunächst spielte, bis er ein Angebot bekam, für Frankfurt zu spielen. Seit diesem Wechsel hat er seinen Alltag auf den Sport ausgerichtet: zielgerichtete Ernährung und sechsmal Training pro Woche, wobei jedes Training mindestens zwei Stunden umfasst, haben sein Privatleben gründlich verändert, denn außer Sport und Schule ist für nichts anderes mehr Platz. Dass er auch in Sachen Schule ambitioniert ist, beweist die Tatsache, dass er nach Vollendung des Schuljahres gerne die gymnasiale Oberstufe in Höchst besuchen möchte. Warum nimmt Philipp das alles in Kauf, wo man im Gegensatz zu Fußball selbst bei einem solchen Talent kein Geld verdienen kann? Für den sympathischen Schüler ist das ganz einfach zu beantworten, denn sein Motto lautet: Immer alles geben! So sind seine sportlichen Ziele auch hochgesteckt: Bundesliga oder die National Basketball League in den USA gilt es für ihn zu erreichen. Ob er diese Ziele erreicht, wird die Zukunft weisen, denn Verletzungen und Zufälle können über eine Sportkarriere entscheiden, wie Philipp durchaus bewusst ist. Sein sportlicher Ehrgeiz und die Konsequenz, mit der er seine Ziele verfolgt, sprechen allerdings für ihn und wer weiß, vielleicht gibt es bald wieder etwas über ein „German Wunderkind“ in der NBL zu berichten.