Kommunale Hallen für Sportbetrieb und Veranstaltungen ab sofort geschlossen - "Eingeschränkter Regelbetrieb" in Schulen

Beschluss von Bürgermeistern und Landrat – Appell an Vereine mit eigenen Hallen

Die Städte und Gemeinden sowie der Odenwaldkreis schließen angesichts der Entwicklung der Corona-Fallzahlen ab sofort bis auf weiteres ihre kommunalen Hallen und sonstige öffentliche Gebäude für den Sport- und Übungsbetrieb. Das haben die Bürgermeister und Landrat Frank Matiaske heute (26.10.) in einer Telefonkonferenz beschlossen.

Davon ausgenommen ist gemäß der Verordnung des Landes Hessen der kontaktlose Sportunterricht in Grundschulen.

Die Bürgermeister und der Landrat appellieren an Vereine mit eigenen Hallen, den Übungsbetrieb einzustellen beziehungsweise darauf zu verzichten.

Die Hallen sind darüber hinaus für Veranstaltungen und Versammlungen geschlossen, außer denen, die für die kommunalpolitische Arbeit erforderlich sind oder die eine begründete Notwendigkeit aufweisen (zum Beispiel Jahreshauptversammlungen von Vereinen mit dringend nötigen Satzungsänderungen).

Werden Sitzungen oder Versammlungen durchgeführt, gilt in den jeweiligen Räumlichkeiten eine generelle Maskenpflicht, auch am Sitzplatz.

 

"Eingeschränkter Regelbetrieb" in Schulen

Im Odenwaldkreis gilt in Schulen ab morgen, 27. Oktober, der „eingeschränkte Regelbetrieb“. Was das bedeutet, steht in einem Schreiben an die Schulleiterinnen und Schulleiter, das wir im folgenden dokumentieren:

Auf Grund des großen Infektionsgeschehens und der hohen 7-Tages-Inzidenz > 100 Coronanachweisen hat das Gesundheitsamt des Odenwaldkreises entschieden, dass die Stufe 2 „Eingeschränkter Regelbetrieb“ gem. Anlage 1 des Hygieneplan 6.0 des Hess. Kultusministeriums für die Schulen des Odenwaldkreises für die Zeit vom 27.10.2020 bis 10.11.2020 ausgelöst wird.

Um die Einschränkungen möglichst gering zu halten, werden die Auflagen und Maßnahmen wie folgt angepasst:

Grundschulen

Der Unterricht soll im Klassenverband erfolgen.

Lehrkräfte, pädagogisches und weiteres Personal, die in mehr als einer Lerngruppe eingesetzt werden, müssen auch während des Präsenzunterrichts eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Wenn sich Klassen in der Betreuung (z. B. Ganztag) mischen, ist von allen Beteiligten eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Für Schüler*innen, die aufgrund einer ärztlich bescheinigten gesundheitlichen Beeinträchtigung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können, sind von den Schulen für die betreffende Zeit individuelle Lösungen für die Beschulung dieser Schüler*innen zu organisieren (z. B. Mindestabstand zu anderen, in der Nähe eines Fensters, etc.).

Soweit in Vorschulklassen o.ä. Kinder unter 6 Jahren unterrichtet werden, sind diese zwar nach der geltenden Verordnungslage von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung befreit, das Tragen einer solchen wird bei einer Durchmischung der Klassen aber dringend empfohlen.

Der Schulsport ist kontaktlos und wenn möglich im Freien durchzuführen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist nicht erforderlich.

Sekundarstufe I

Ab der 5. Jahrgangsstufe bleibt für alle Schüler*innen sowie für das Lehr- und pädagogische Personal das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung entgegen § 3 Abs. 1 Satz 1 der Zweiten Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus auch während des Präsenzunterrichts im Klassen- oder Kursverband angeordnet. Der Unterricht sollte auch hier möglichst im Klassenverband erfolgen.

Integrierte Gesamtschule (IGS): Es wird dringend empfohlen, die äußere Differenzierung aufzuheben und binnendifferenziert zu unterrichten. Klassen sollen möglichst nur im festen Klassenverband unterrichtet werden. Ausgenommen sind die abschlussrelevanten Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und die Naturwissenschaften in den Jahrgangsstufen 9 und 10.

Der Schulsport ist weiterhin kontaktlos und im Freien durchzuführen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist nicht erforderlich.

Sekundarstufe II und Berufliches Schulzentrum

Im Unterricht ist weiterhin immer eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Der Schulsport ist kontaktlos und im Freien (ohne Mund-Nasen-Bedeckung) durchzuführen.

Diese Regelungen gelten ebenso für die entsprechenden Jahrgänge der Förderschulen.

Alle Schulen des Odenwaldkreises

Schulveranstaltungen in Präsenz sind auszusetzen.

Der herkunftssprachliche Unterricht sowie Angebote im Bereich Deutsch als Zweitsprache werden ausgesetzt, sofern Schüler*innen mehrerer Schulen bzw. mehrerer Jahrgänge gemeinsam unterrichtet werden.

Für schulorganisatorische Rückfragen stehen die schulfachlichen Dezernentinnen und Dezernenten des Staatlichen Schulamts zur Verfügung.

Grundsätzlich wird empfohlen, je nach Jahrgangsstufe (häufiger bei den jüngeren Schüler*innen) nach Bedarf Maskenpausen einzulegen, d.h. z.B. in der allgemeinen Pause im Freien bei ausreichendem Abstand oder durch zwischenzeitliche Unterbrechung des Unterrichts und Begeben auf den Schulhof zur dortigen Maskenpause.

Quelle: www.odenwaldkreis.de