Jahresrückblick 2020

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Verehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Breuberger!

 

Gerne möchte ich zu Beginn des neuen Jahres mit Ihnen gemeinsam auf ein ereignisreiches Jahr 2020 zurückblicken, in dem in unserer Stadt wieder Einiges bewegt und erreicht werden konnte:

 

Januar

Zum Jahresbeginn durfte ich Thomas Giegerich als neuen Mitarbeiter in der Wasserversorgung begrüßen.

Die Fassadenverkleidung an der Heinrich-Böhm-Halle wurde fertig gestellt.

Die Stadt Breuberg erhielt im Rahmen des Förderprogramms „hessen vernetzt“ eine kostenfreie Homepage „Biologische Vielfalt in Breuberg“.

Das Projekt dreigruppiger Bau der KiTa „Rodensteiner“ ging in die Leistungsphasen 5-8, welche die Ausführungsplanung, das Erstellen der Leistungsverzeichnisse und die Mitwirkung bei der Vergabe sowie die Bauleitung umfasste.

Für die Mannsfahrtaue fand die Submission für die Vergabe der Spielgeräte statt.

Der vorliegende Bauantrag für die geplanten Windkraftanlagen auf Breuberger Gemarkung wurde seitens des RP auf Vollständigkeit überprüft.

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (OLG) hatte in einer Grundsatzentscheidung die Überwachung des ruhenden Verkehrs durch „private Dienstleister“ für gesetzeswidrig erklärt. Die Ahndung von Regelverstößen durch Verwarn- und Bußgelder muss künftig durch den Ordnungsbehördenbezirk Höchst-Breuberg-Lützelbach selbst durchgesetzt werden.

 

Februar

Der Haushaltsplan mit Stellenplan inklusive des Investitionsprogrammes wurde mehrheitlich beschlossen, sodass er der Kommunalaufsicht zur Prüfung vorgelegt werden konnte.

Sturmtief „Sabine“ führte auch in Breuberg zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr.

In der Stadt Breuberg wurde mit zahlreichen Veranstaltungen die Fastnacht gefeiert.

Der Terroranschlag in Hanau mit elf Todesopfern hatte auch Breuberg tief bewegt.

 

März

Die eingereichten Bauantragsunterlagen zur Windkraft in Breuberg enthielten ausschließlich Unterlagen zum Belang der Flugsicherheit und waren unvollständig. Bei der Teilprüfung durch das Regierungspräsidium wurde unter anderem die Flugsicherheitsbehörde beteiligt, die ihrerseits das Bundesaufsichtamt für Flugsicherung (BAF) einbezogen hat. Dieses hat zu dem Vorhaben eine ablehnende Stellungnahme erteilt. Die Antragstellerin hat deshalb im weiteren Verlauf einen Antrag auf Ruhen des Verfahrens gestellt. Diesem Antrag wurde seitens des Regierungspräsidiums entsprochen, sodass das Verfahren bis Ende Juni 2020 ruhte.

Der Corona-Virus griff auch in Deutschland um sich. Das Robert-Koch-Institut bewertete die zunehmenden Zahlen als sehr dynamisch und ernst zu nehmend. Es wurden erste Einschränkungen auch in Breuberg mit der Schließung des Rathauses und vieler Geschäfte für den Publikumsverkehr, Notbetrieb in den Betreuungseinrichtungen und Herunterfahren des öffentlichen Lebens getroffen.

Die Nachbarschaftshilfe Breuberg rief die Aktion „Breuberg hilft in der Coronakrise“ zur Unterstützung alleinlebender und nicht mobiler Menschen ins Leben.

Erste Finanzhilfen für Unternehmen in der Corona-Pandemie wurden angeboten.

Das Infektionsgeschehen wirkte sich auch auf die Landwirtschaft aus: Erntehelfer-Ausfall griff um sich, die Plattform www.daslandhilft.dewurde eingerichtet.

 

April

Zur Unterstützung in der Corona-Krise wurde von der Bundesregierung ein milliardenschweres Maßnahmenpaket für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Familien mit Kindern, Mieterinnen und Mieter, Freiberufler, Soloselbständige und Kleinstbetriebe, mittelständische und große Unternehmen sowie Krankenhäuser verabschiedet. Der Zugang zur Grundsicherung wurde vereinfacht und die Corona-Soforthilfe des Landes wurde für Unternehmen freigeschaltet.

Verstöße gegen die Verordnungen der Hessischen Landesregierung zum Schutz der Bevölkerung vor dem Corona-Virus konnten künftig mit Bußgeldern geahndet werden.

Das Land Hessen rief das Förderprogramm „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“ ins Leben, um die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie für die hessische Vereins- und Kulturlandschaft abzufedern.

Der Personenkreis der Berechtigten zur Kindernotbetreuung in Zeiten der Corona-Pandemie wurde erweitert.

Zahnärztlichen Schwerpunktpraxen für COVID-19 positive Patientinnen und Patienten/Kontakt mit einer Person mit pos. Testergebnis/COVID-19-typische Symptome mit unaufschiebbarem Behandlungsbedarf wurden ins Leben gerufen.

Die Wirtschaftsentwicklung in Südhessen und insbesondere im Odenwaldkreis verzeichnete einen auffälligen Anstieg der Anzeigen auf Kurzarbeitergeld.

Die Betreuungsgebühren wurden zur Entlastung der Eltern kreisweit ausgesetzt.

Der Gewerbeverein Breuberg e.V. veröffentlichte auf seiner Homepage eine Übersicht der Liefer- und Abholservice der Gewerbetreibenden in unseren Stadtteilen.

Der städtische Bauhof beschilderte bienen- und insektenfreundliche Blühflächen in unserer Stadt.

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unterstützten die Krötenwanderung in Breuberg.

Die hausärztliche Versorgung im ST Sandbach wurde durch den Einstieg einer jungen Ärztin in die Hausarztpraxis Eldracher für die nächsten Jahre gesichert.

Die Maskenpflicht erhielt Einzug.

Im Breuberger BAUMreich wurde als weiteres Highlight ein Waldsofa installiert.

 

Mai

Die Hessische Landesregierung gab zu schrittweisen Lockerungen in der Corona-Pandemie einen Stufenplan heraus.

Das Breuberger BAUMreich erhielt ein Insektenhotel.

Wegen des Mehrbedarfes an Betreuungsplätzen wurde der Kindergarten Casa Sonnenhaus im ST Rai-Breitenbach um eine zweite Gruppe erweitert.

Die Straßenübergänge in unserer Stadt - 71 Übergänge in fünf Stadtteilen -  wurden barrierefreie gestaltet und das gesamte Stadtgebiet wurde für das Straßenzustandskataster befahren.

 

Der bundesweite Pflanzwettbewerb „Wir tun was für Bienen“ startete.

Die Feuerwehr Breuberg erhielt eine Spende von Mund-Nasen-Bedeckungen

durch die beiden Firmen „Deine IT“ (Max Kern) und „De Kern“ (Jürgen Kern).

Das Breuberger Rathaus wurde stufenweise wieder für die Bürgerschaft geöffnet.

Die Notbetreuung/eingeschränkter Regelbetrieb in den städtischen Kindertageseinrichtungen wurde ein stückweit geöffnet.

Im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit mit der Nachbarkommune Lützelbach wurde für die Durchführung der Ferienspiele trotz Pandemielage ein Konzept erarbeitet.

 

Juni

Die Hessenkasse bewilligte Mittel für die Heizungsanlage im städtischen Bauhof im ST Neustadt und die Elektroinstallationsmaßnahmen im Kindergarten Pusteblume im ST Sandbach.

Das Breuberger Freibad wurde für eine evtl. Öffnung vorbereitet.

Das Breuberg-Museum und der Biergarten der Burgschänke öffneten nach Abschluss der Baumaßnahmen des Landes Hessen wieder ihre Pforten.

Die Kanalerneuerungsmaßnahme „Am Rangenberg“ im ST Sandbach startete.

 

Juli

Das Schwimmbad öffnete unter strengen Abstands- und Hygienevorkehrungen im Dreischichtbetrieb.

Die städtischen Kindertageseinrichtungen gingen zum Normalbetrieb über.
Ich besuchte gemeinsam mit dem Breuberger Gewerbeverein den Einzelhandel in unserer Stadt, um mir über die Auswirkungen der Pandemie und die aktuelle Situation einen Überblick zu verschaffen.

 

Die erste Präsenzsitzung der Stadtverordneten seit Beginn der Corona-Pandemie fand statt.

Die Stadtverordnetenversammlung entschloss sich, die Position des Breuberger Ausländerbeirates mit seiner langjährigen Geschichte und aktiven Förderung des internationalen Zusammenlebens in unserer Stadt zu bestärken und die Arbeit des Ausländerbeirates in Breuberg auch in Zukunft fortzuführen.

Joachim Gärtner wurde als Stadtrat vereidigt.

Die offizielle Übergabe des Waldsofas nach Entspannung der Pandemielage im Breuberger BAUMreich durch die Hainstädter Landfrauen fand statt.

Die Bauarbeiten zum Generationenspielplatz in der Mannsfahrt-Aue im ST Neustadt begannen und die ersten Spielgeräte wurden installiert.

Die Stadt Breuberg und die Gemeinde Höchst gaben eine eigene Stellungnahme zum Landesentwicklungsplan Hessen 2020 zur 4. Änderung ab.

Die systematische Befahrung aller kommunalen Straßen in Breuberg zur Digitalisierung des Straßennetzes und seines Zustandes erfolgte.

Die Begrünung der Außenanlage des Hoaschter Treffs im ST Hainstadt wurde umgesetzt.

 

August

Die Stadt Breuberg bot zum ersten Mal Gießpatenschaften für städtische Grünflächen an – das Angebot wurde gut angenommen und so der Bauhof entlastet.

Die Einreichung von kostenfreien Veröffentlichungen für Vereine und Organisationen im Breuberger Stadtanzeiger wurde auf ein digitales System umgestellt.

Die Fußwege und die Fallschutzbereiche der Spielgeräte auf dem Generationenspielplatz „Mannfahrts-Aue“ im ST Neustadt wurden fertiggestellt und die technische Überprüfung erfolgte.

Die Gestaltung der Außenanlage am Hoaschter Treff wurden abgeschlossen.

Die Sanierung & Entwicklung der Fliegerhalle im ST Neustadt wurde von der IG Fliegerhalle mit der Akquise von Fördermitteln und einer Benefizveranstaltung vorangetrieben.

 

September

Der Generationenspielplatz in der Mannsfahrt-Aue im ST Neustadt wurde eröffnet und erfuhr von Anfang an positive Resonanz in der Bevölkerung.

Der erste bundesweite Warntag und der 6. Hessische Tag der Nachhaltigkeitfanden statt.

Der Breuberger Künstler Gerhard Menzer übergab die Skulptur „von wegen Lisbeth“ an die Stadt Breuberg.

Das Breuberger Freibad ging nach einer erfolgreichen Umsetzung der Hygieneschutzmaßnahmen in die Winterpause.

Die Freiwillige Feuerwehr Breuberg erhielt ein neues Staffellöschfahrzeug für die Brandbekämpfung mit einer speziellen Ausstattung für Waldbrände.

 

Oktober

Die AHA-Regeln wurden von der Bundesregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie neu definiert („AHA“ für 1,5m Abstand halten, Hygiene, Tragen von Alltagsmasken wird ein "C"für "Corona-Warn-App nutzen" und ein "L"für Lüften).

Die Entkernung des ehem. Hotels Rodensteiner im ST Neustadt lief an und die Nebengebäude auf dem Areal wurden zurückgebaut. Die Abbrucharbeiten am Hauptgebäude folgten.

Die Burglandschaft e.V. machte eine Exkursion zur Burg Breuberg.

„Am Roten Rain“ im ST Wald-Amorbach konnte die Erneuerung des Kanals im September abgeschlossen werden.

Die Zahl der Corona-Infizierten stieg auch im Odenwaldkreis wieder sprungartig an und das öffentliche Leben erfuhr erneut erste Einschränkungen.

Eine Generationenschaukel auf dem Generationenspielplatz in der Mannsfahrt-Aue im ST Neustadt wurde installiert.

Die Burg Breuberg war mit einem Beitrag im „Länderspiegel“ des ZDF zu sehen.

 

November

Das öffentliche und private Leben wurde durch die steigenden Corona-Zahlen wieder schärfer eingeschränkt. Kleine und mittelständische Unternehmen erhielten weitere Finanzhilfen.

Der Breuberger Stadtanzeiger bekam eine größere Schriftgröße und wurde damit seniorengerechter.

Die Arbeitsgemeinschaft „Neustadt in Europa“ bot Brieffreundschaften an, um Europas größte Städtepartnerschaft aufrecht zu erhalten.

Der Hauptabbruch des ehem. Hotelkomplexes war weitestgehend abgeschlossen. Die Abbrucharbeiten der restlichen, an den verbleibenden Bestand angrenzenden, Gebäudeteile sowie die Räumung des Bauschutts folgten. Somit konnte die Plattform zum Bau der dreigruppigen KiTa geschaffen werden.

Die Kampagne „Erkältungssymptome? Immer zuerst die 116117 anrufen!“ der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen startete.

Alle Lichterketten der städtischen Weihnachtsbeleuchtung an Gebäuden erhielten neue energiesparsamere LED-Lampen.

Die Sanierungsmaßnahmen an der Decke der Fliegerhalle im ST Neustadt wurden abgeschlossen.

Halbzeit bei der Kanalsanierungsmaßnahme „Am Rangenberg“ im ST Sandbach.

Die Lindenstraße im ST Rai-Breitenbach erhielt eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h.

Katja Haala nahm als neue Mitarbeiterin in der Bau- und Liegenschaftsverwaltung ihre Tätigkeit auf.

30 Flatterulmen wurden in der Mannsfahrt-Aue im ST Neustadt gepflanzt – alle Bäume waren von Bürgerinnen und Bürger gespendet worden.

Die Weihnachtsbäume in den Breuberger Stadtteilen wurden aufgestellt.

Das Corona-Impfzentrum auf dem Wiesenmarktgelände in Erbach entstand.

 

Dezember

Die nächtliche Ausgangssperre wurde wegen der Corona-Pandemie angeordnet. Der zweite bundesweite Lock-Down kam.

Stadtarchivar Traugott Hartmann verabschiedete sich aus dem Stadtarchiv in den wohlverdienten Ruhestand.

Ein neues, bezuschusstes Elektroauto kam beim städtischen Bauhof in den Einsatz.

In der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung des Jahres legte ich dem Parlament den Entwurf des Haushaltsplanes für das Jahr 2021 zur Beratung vor.
 

Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen, liebe Breuberger, alles Gute, vor allem aber Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.

 

Herzlichst

Ihr

Bürgermeister Jörg Springer