Jahresrückblick 2014

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Verehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Breuberger!

Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt und gibt Gelegenheit, an dieser Stelle einen kleinen Rückblick in 2014 zu halten. Im vergangenen Jahr konnte in unserer Stadt wieder Einiges bewegt werden, worauf ich sehr stolz bin und allen Akteuren und Beteiligten sehr für ihr Engagement danke.

Januar
Gleich zu Beginn des Jahres beschäftigte sich die Stadtverordnetenversammlung mit dem Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2014. Nach einem Gewerbesteuereinbruch zum Ende des Jahre 2013 stellte sich dieser alles andere als positiv dar. Dass in Breuberg in solchen Fällen aber mit Ruhe und Besonnenheit agiert und umgegangen werden kann, ist das Ergebnis einer guten Finanzpolitik, die über Jahrzehnte praktiziert wird. Dieser Finanzpolitik ist es zu verdanken, dass unsere Einwohner mit sehr niedrigen Steuer- und Gebührensätzen belastet sind und außerdem auf eine gute Infrastruktur zurückgreifen können. 

Februar
Zum 1.2. begann ich in meine zweite Amtszeit als Bürgermeister der Stadt Breuberg.

Bernd Hochstädter aus unserem Stadtteil Wald-Amorbach war in der Sendung „Wer wird Millionär“ zu Gast und fesselte (nicht nur) die Breuberger vor den Bildschirmen.

März
Der „nicht stattgefundene Winter“ hatte unsere Stadtkasse deutlich entlastet, bzw. nicht belastet. Dies galt für den Winterdienst wie auch für die Energiekosten. Hinzu kam der Umstand, dass sich die Schlaglöcher auf unserem 40 km umfassenden Straßennetz deutlich im Rahmen hielten.

Vom städtischen Bauhof wurde, in Zusammenarbeit mit einem Tiefbauunternehmen, der Anschluss des Zeltplatzes im Stadtteil Wald-Amorbach an das städtische Kanalnetz vorgenommen.

Elke Elteste-Polland wurde als Nachfolgerin von 1. Stadtrat Werner Seibert als neue stellvertretende Schiedsfrau für den Schiedsamtsbezirk Breuberg von der Stadtverordnetenversammlung einstimmig gewählt.

Die Stadtverordnetenversammlung beschäftigte über das gesamte Jahr das Thema „Windkraft“, sowohl im Bezug auf den „Gemeinsamen Flächennutzungsplan aller Odenwaldkreiskommunen“ sowie im Rahmen des Regionalplanes Südhessen.

Am 21. März 2014 wurde die erste Ausstellung des Jahres im Breuberger Rathaus eröffnet. Unter dem Titel „Kontraste“ präsentierten die beiden Breuberger Künstler Bernd Wittelsbach und Gerhard Menzer einen Ausschnitt ihrer Werke.

Im Rahmen der Saisoneröffnung auf der Burg Breuberg wurde das sanierte Erbacher Zeughaus vom Land Hessen in die Trägerschaft des Breuberg-Bundes und damit seiner Bestimmung übergeben. Das Erbacher Zeughaus wird ein wichtiger Bestandteil der museumspädagogischen Arbeit, dient der Stadt Breuberg aber auch als Trauzimmer.

Am 29. März 2014 nahm die Stadt Breuberg zum ersten Mal an der weltweit stattfindenden „Earth Hour“ teil. In Breuberg wurde die Außenbeleuchtung der Burg Breuberg ausgeschaltet.

Ende März fand das zweite Treffen des, im Jahr 2013 gegründeten, Sozialforums statt. Die Grundidee des Sozialforums ist es, Anbieter ehrenamtlicher, freiwilliger und professioneller Dienstleistungen im Sozial- und Gesundheitsbereich sowie die verschiedenen Vereine zu vernetzen und an einen Tisch zu bringen.  Damit sollen neue Kooperationen untereinander ermöglicht werden. Das Thema des zweiten Treffens war „Inklusion“.

April
Am zweiten Aprilwochenende fand der 63. Hessische Schützentag in Breuberg statt, der vom Schützenverein Rai-Breitenbach ausgerichtet wurde. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden besonders die sportlichen Leistungen des Breuberger Sportschützen, Henri Junghänel, gewürdigt, der zuvor vom Internationalen Schießsportverband zum Weltschützen des Jahres 2013 gewählt wurde.

Die Erschließungsarbeiten des Baugebietes „Die sechs Morgen“ begannen.

Mai
Am 30. April und am 1. Mai fand das 4. Breuberger Musikfestival statt. In diesem Jahr wurde die Festhalle mit in das Festivalgelände einbezogen, was sich aufgrund des Wetters als gute Entscheidung zeigte. Auch 2014 war das Breuberger Musikfestival wieder eine gelungene Veranstaltung.

Nachdem es im Herbst 2010 bei der TrelleborgVibracoustic, aufgrund der Verlagerung der Entwicklungsabteilung nach Breuberg, Grund zum Jubeln gab, hatte die Stadt Breuberg in diesem Monat eine Schreckensmeldung ereilt. Von den vorhandenen 320 Produktionsarbeitsplätzen soll eine deutliche Zahl von Stellen abgebaut werden. Die Unternehmensleitung sprach offiziell von 60 Stellen, der Betriebsrat von rund 100. Ein engagiertes Zusammenwirken aller betrieblichen, gewerkschaftlichen und politischen Akteure erreichte es, dass von diesem Vorhaben inzwischen deutlich abgerückt wurde.

Einen Wechsel gab es im Breuberger Ortsgericht. Der langjährige Ortsgerichtsschöffe Horst Kunschak schied nach Ende seiner regulären Amtszeit als Ortsgerichtsschöffe aus. Als Nachfolger hat die Stadtverordnetenversammlung den Vorsitzenden des Bau- und Verkehrsausschusses, Bernd Streichsbier, aus dem Stadtteil Sandbach gewählt.

In diesem Monat feierte die Georg-Ackermann-Schule Schulfest, das in diesem Jahr im Zeichen des 50jährigen Jubiläums stand.

Am Sonntag, dem 25. Mai 2014, fand die Europawahl statt.

Außerdem gingen in diesem Monat die neugestalteten Internetseiten der Stadt Breuberg online.

Juni
Am 12. Juni 2014 fand die Vernissage der Künstlerin Sonja Türschmann statt. Im Anschluss stellte die Künstlerin sechs Wochen einen Ausschnitt ihrer Werke im Breuberger Rathaus aus.

Eine Delegation aus Breuberg besuchte das 36. Neustadt-Treffen in Neustadt (Dosse).

Im Juni wurden wichtige Gespräche mit verschiedenen Akteuren rund um das Thema „Rodensteiner“ geführt, um eine dauerhafte Lösung für die Zukunft präsentieren zu können. Einen Rückschlag gab es hier durch die kurzfristige Entscheidung der Integra gGmbH, dass diese den Biergarten nicht weiter betreiben wird.

Juli
Die Klasse 10Ra der Georg-Ackermann-Schule belegte mir ihrem Projekt „Da-Sein“ beim Förderpreis der Stiftung der Sparkasse den zweiten Platz.

Das Ausbildungsprojekt der Stadt Breuberg fand in diesem Jahr bereits zum siebten Mal statt. Das Projekt, das immer in Zusammenarbeit mit der Georg-Ackermann-Schule durchgeführt wird, fand 2014 auch in Verbindung mit „Kunst am Radweg“ der Kommission für Kultur und Tourismus sowie „Stone & Wood“ der Bürgerstiftung Breuberg statt.

Vom 14. bis 19. Juli fanden die Künstlersymposien „Kunst am Radweg“ und „Stone & Wood“ in der Breuberg-Aue im Stadtteil Neustadt statt. Während dieser Zeit konnten wieder tolle Werke geschaffen werden, die nun ihren Platz entlang des Radweges gefunden haben.

Im Juli fand außerdem die Buchvorstellung „Merk-mal(e)“ mit anschließender Ausstellungseröffnung des Stadtarchivs Breuberg statt. Die heimatliche Kriegsgeschichte, die sowohl im Buch, als auch in der Ausstellung thematisiert wird, weckte sehr großes Interesse und lockte zahlreiche Gäste in den Bürgersaal im Stadtteil Neustadt.

August
Durch eine Gewerbesteuervorauszahlungsänderung zeichnete sich ab diesem Monat eine erhebliche Verbesserung des Ergebnisses gegenüber den Ansätzen des Haushaltsplanes 2014 ab.

In der Falltorstraße im Stadtteil Neustadt fanden Bauarbeiten statt. Bei dieser Maßnahme wurde eine grundhafte Erneuerung der Straße sowie der Wasser- und Abwasserleitungen durchgeführt.

Außerdem begannen im August die Arbeiten für die grundhafte Erneuerung der Zufahrt zur Burg Breuberg.

Weiterhin fanden im August die Ferienspiele der Stadt Breuberg statt. Auch in diesem Jahr konnte wieder ein tolles Programm auf die Beine gestellt werden, das unter Anderem unter dem Zeichen Burg Breuberg stand und die Kinder in die Zeit der Ritter führte.

In der Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft Odenwald e.V. wurde ich zum Vorsitzenden des Förderausschusses für die LEADER-Region Odenwald gewählt.

September
Der alljährliche Jazz-Frühschoppen mit den „Papa Papp´s Rathaus Ramblers“ fand wieder am zweiten Sonntag im September im Rathausinnenhof in Neustadt statt.

Im September wurden die Anregungen aus dem letzten Offenlegungsverfahren der Ortsentlastungstangente Hainstadt in den Bebauungsplan eingearbeitet. Zuvor fand ein aufwendiges Abstimmungsverfahren mit dem Regierungspräsidium Darmstadt statt.

Am Donnerstag, dem 25. September 2014, fand in unserem Rathaus die Ausstellungseröffnung „Breuberg bunt - Nationalitäten und Kulturen der Stadt“ statt. Hierbei handelte es sich um ein Ausstellungsprojekt der Georg-Ackermann-Schule.

Thalia Pitta wurde für ihr 20jähriges kommunalpolitisches Wirken im Ausländerbeirat der Stadt Breuberg geehrt. Sie engagierte sich in dieser Zeit besonders für die Integration von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund in unserer Stadt.

Außerdem erfolgte die Ernennung eines neuen stellvertretenden Stadtbrandinspektors. Nachdem Heiko Besler aus beruflichen Gründen auf eigenen Wunsch hin als stellvertretender Stadtbrandinspektor zum 30.09.2014 ausgeschieden ist, hatte der Breuberger Wehrführerausschuss David Eckhardt als seinen kommissarischen Nachfolger benannt.

Die Stadtverordnetenversammlung beschloss weiterhin die Ausführung des dritten Bauabschnittes des Feuerwehrhauses im Stadtteil Sandbach.

Das Breuberger Freibad hatte in diesem Sommer aufgrund des Wetters rund 8.000 weniger Badegäste zu verzeichnen.

Am 25. September 2014 fand die Seniorenfahrt der Stadt Breuberg statt. Rund 180 Seniorinnen und Senioren machten sich mit vier Bussen auf den Weg nach Wiesbaden-Biebrich. Von dort ging es mit dem Schiff weiter nach Mainz und zum Abschluss nach Rüsselsheim, wo die Busse warteten, um die Seniorinnen und Senioren wieder zurück nach Breuberg zu bringen.

Oktober
Am 3. Oktober fand der 6. Breuberger Cross Duathlon statt.

Das neue Baugebiet „In den sechs Morgen“ wurde seiner Bestimmung übergeben.

Ebenfalls wurden die sanierten Sanitär- und Umkleideräumlichkeiten im Feuerwehrhaus in Sandbach ihrer Bestimmung übergeben.

Der Treppenweg zwischen dem Spielplatz in der Hohlstraße und der Robert-Koch-Straße im Stadtteil Sandbach wurde erneuert.

Die Bauarbeiten für die Teilerneuerung der Friedhofsmauer im Stadtteil Hainstadt begannen.

November
Mitte November fand der Seniorennachmittag der Stadt Breuberg statt.

Am 30. November 2014 lockte „Ein Abend bei Paul Lincke“ zahlreiche Besucherinnen und Besucher in den Kulturraum der Heinrich-Böhm-Halle. Die Gruppe POESIE, Christine Schwarzkamp-König, Caterina König und Sybille Philippin sorgten für einen ganz besonderen 1. Advent.

Die Stadtverordnetenversammlung beschäftigte sich mit der Betreuung der „unter Dreijährigen“ in unserer Stadt durch die Mäusebande e.V. Durch die Kürzung von Fördermitteln des Landes Hessen, ist die Mäusebande unverschuldet in eine finanzielle Schieflage geraten, die sich in einem jährlichen Defizit 54.000 EUR wiederspiegelt.  Um dieses wichtige Angebot aufrecht zu erhalten, hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, das Defizit ab 2015 in voller Höhe mit städtischen Mitteln abzudecken.

Die Steuerhebesätze und Gebühren werden im Haushaltsjahr 2015 weitestgehend unverändert bleiben. Die gesplittete Abwassergebühr kann sogar um einen Cent pro qm gesenkt werden. Lediglich im Bereich der Friedhofsgebühren wurde eine 10%-ige Erhöhung der verschiedenen Gebührensätze beschlossen, da dieser Bereich ein sehr starkes Defizit aufweist.

Dezember
Die Stadt Breuberg und die Gemeinde Mömlingen starteten ein länderübergreifendes Gemeinschaftsprojekt. Die beiden Kommunen möchten „Kunst am Radweg“ für kunstinteressierte Touristen, besonders aber auch für die naherholungssuchende Bevölkerung in der Umgebung, realisieren und damit einen Ort der Begegnung schaffen.

Am 11. Dezember fand die Ausstellungseröffnung anlässlich des 10jährigen Bestehens der Kunststation Breuberg in unserem Rathaus statt. Die Kunststation präsentiert im Rahmen ihrer Ausstellung Gemeinschaftsarbeiten und einen Querschnitt der letzten zehn Jahre von allen Künstlerinnen und Künstlern.

 

Dies, verehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger, war nur ein kleiner Auszug dessen, was unter Mitwirkung der Stadt in Breuberg bewegt wurde. Viele weitere Aktivitäten haben durch unsere 80 Vereine sowie Organisationen wie die Bürgerstiftung stattgefunden.

Ich wünsche Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, für das neue Jahr alles Gute, viel Glück, Erfolg, Gesundheit und Zufriedenheit.

Was kommen wird, wissen wir nicht. In welche Richtung es privat oder beruflich gehen wird, können wir nicht voraussehen. Aber wir können gemeinsam daran arbeiten, dass es positiv weiter geht, dass neue Wege gefunden werden.

Ich persönlich schaue optimistisch in das neue Jahr.

Ein Sprichwort sagt: „Unmöglich sind nur Dinge, denen man sich verschließt". Wir haben gemeinsam Vieles bewerkstelligt und angeschoben, sich aber auf dem Erreichten auszuruhen wäre Stillstand. Es werden neue Projekte, neue Ereignisse, vielleicht auch Rückschläge auf uns zu kommen und uns begegnen. Wir bewegen uns jedoch nach vorne mit großer Zuversicht und klarem Blick.

Alles Gute im neuen Jahr wünscht Ihnen herzlichst Ihr Bürgermeister Frank Matiaske