Sandbach

Sandbach ist der Chronik zufolge die älteste Siedlung des Breuberger Landes. Der Stadtteil wird überragt von einer Kirche auf einem Granitfelsen. Dieser Felsen soll bereits im Jahr 770 eine Kirche getragen haben, die als Mutterkirche der Region anzusehen ist.Sie wurde im Jahre 1445 durch ein anderes Kirchengebäude ersetzt, das schließlich der jetzigen Kirche Platz machen mußte. An dieser Stätte befindet sich die Grablege der Grafen zu Wertheim. Das Epitaph Michael III. ist uns erhalten geblieben.

Durch Erlass wurde am 14. Mai 1537 in der Herrschaft Breuberg die Reformation durch die Gräfin Barbara zu Wertheim eingeführt. Erwähnung sollten auch die Rokoko-Stuckdecken des "Löwensteiner Jagdschlößchens" finden, welches heute evangelisches Gemeindehaus ist.

Sandbach blieb bis Mitte des 19. Jahrhunderts ein reines Ackerbaudorf. Erst die Gründung zweier Gummifabriken zu Beginn des 20. Jahrhunderts machten Sandbach zu einem Industrieort.

Der Reifenbau hat in Sandbach eine lange Tradition. Bereits im Jahr 1903 wurden hier - in den „Veith Werken“ - mit Luft zu befüllende Fahrrad- und Autoreifen hergestellt. Diese Reifen liefen unter der Markenbezeichnung „Veith-Antigleit“. 1964 wurde die Firma in Veith-Pirelli AG umbenannt, da die Mailänder Firma Pirelli S.p.A. 1963 eine Mehrheitsbeteiligung erlangt hatte. 1986 erfolgte der Zukauf der Metzeler Kautschuk GmbH. Seit 2004 firmiert das Werk unter dem Namen Pirelli Deutschland GmbH.

Sandbach ist der größte Stadtteil Breubergs mit Sitz der Verwaltung.