Großer Zuspruch beim Elternabend: „Digitale Risiken erkennen, bevor sie entstehen“ in Breuberg


Am Mittwochabend, dem 25. Februar 2026, zog die Informationsveranstaltung zum Medienumgang im Kleinkind- und Kindergartenalter in der Breuberghalle zahlreiche Eltern und Fachkräfte an. Die von den Kommunen Breuberg und Lützelbach getragene Veranstaltung stand unter dem Motto „Digitale Risiken erkennen, bevor sie entstehen“ und bot eine kompakte, praxisorientierte Auseinandersetzung mit Chancen und Gefahren moderner Mediennutzung im Familienalltag. Referent Nikolaj Podlesny, Experte für digitalen Kinderschutz, erläuterte in einer klar strukturierten Präsentation die zentralen Problemfelder und gab konkrete Hilfestellungen für den elterlichen Alltag. Die Teilnahme war kostenfrei; das große Interesse und die lebhafte Diskussion im Anschluss zeigten den hohen Bedarf an Information und Vernetzung.

Die Bürgermeisterin der Stadt Breuberg, Frau Heckler, eröffnete die Veranstaltung mit treffenden, themenspezifischen Worten und würdigte zugleich das gemeinsame Engagement beider Kommunen für Familien und Bildung. Sie hob hervor, dass die öffentliche Hand eine Verantwortung dafür trage, Eltern und pädagogische Einrichtungen mit Wissen und praktischen Werkzeugen zu unterstützen, damit Kinder die digitale Welt sicher erleben können. Anschließend übernahm Nikolaj Podlesny die inhaltliche Führung; seine Präsentation kombinierte Grundlagenwissen aus IT-Sicherheit und Medienpädagogik mit alltagsnahen Beispielen und technischen Demonstrationen. Die Themenpalette reichte von Risiken auf Plattformen wie Roblox über Auswirkungen auf Entwicklung und Konzentration bis hin zu Schutzmaßnahmen für zuhause und in Kitas.

Podlesny machte deutlich, dass die Gefahren moderner Medien nicht nur technischer Natur sind, sondern tief in Entwicklungs- und Familienprozesse hineinwirken. Dazu zählen Risiken wie unbeabsichtigte Datenweitergabe, manipulative Geschäftsmodelle innerhalb von Apps, Kontaktaufnahme durch Fremde und die schleichende Verkürzung der Aufmerksamkeitsspanne bei kleinen Kindern. In altersgemäßer Sprache erklärte er, warum frühzeitige und aktive Begleitung wichtiger ist als reines Verbot, und wie technische, pädagogische und organisatorische Maßnahmen zusammenwirken können, um Risiken zu minimieren.

Herr Podlesny präsentierte praktikable Strategien, die Eltern sofort umsetzen können, und verband diese mit Grundsätzen der Medienerziehung. Er empfahl, Bildschirmzeiten altersgerecht zu strukturieren, Geräte altersgerecht zu konfigurieren und gemeinsame Medienzeiten zu nutzen, um Inhalte zu begleiten und zu besprechen. Technische Maßnahmen wie Kindersicherungsfunktionen, regelmäßige Software-Updates und restriktive Einstellungen für In-App-Käufe wurden ebenso erläutert wie kommunikative Werkzeuge: klare Regeln, altersgemäße Erklärungen und offene Gespräche über Erlebtes. Die Kombination aus technischen Einstellungen und elterlicher Begleitung stellte er als zentrale Präventionslinie heraus, die Kindern Schutz und Orientierung bietet.

Die Veranstaltung stieß auf großen Zuspruch; viele Besucher blieben nach dem offiziellen Ende noch lange vor Ort, um individuell Fragen zu stellen und praktische Probleme zu besprechen. Ein Vater aus dem Publikum fasste seine Eindrücke so zusammen: „Als Vater habe ich viele Dinge zwar schon gehört, aber erst heute wirklich verstanden, wie ernst manche Gefahren sind und wie einfach Schutzmaßnahmen umgesetzt werden können.“ Die intensive Vernetzung von Eltern, pädagogischem Personal und der Verwaltung nach der Veranstaltung deutet auf nachhaltige Effekte hin.

Für die unmittelbare Anwendung wurden mehrere Handlungslinien deutlich hervorgehoben: Eltern sollen durch Information und Routine Sicherheit gewinnen, pädagogische Einrichtungen benötigen verlässliche Konzepte und Schulungsangebote, und die Kommune hat die Aufgabe, Ressourcen zu bündeln und niedrigschwellige Unterstützungsangebote anzubieten. Herr Podlesny wies darauf hin, dass technische Voreinstellungen in Geräten nur dann wirksam sind, wenn sie durch pädagogische Begleitung und klare Familienregeln ergänzt werden. Zur Stärkung der lokalen Präventionsarbeit regen die Veranstalter an, weiterführende Workshops, regelmäßige Austauschrunden und Kooperationen mit Fachkräften anzubieten, damit Wissen kontinuierlich aktualisiert und transferiert werden kann. Solche Maßnahmen stärken nicht nur die Elternkompetenz, sondern auch die digitale Resilienz der gesamten Kommune.

Der Elternabend in Breuberg war mehr als eine einmalige Informationsveranstaltung; er setzte ein Zeichen für die Bedeutung frühzeitiger, praxisnaher Medienbildung in den Gemeinden. Die positive Resonanz und die anhaltenden Gespräche im Anschluss legen nahe, dass ähnliche Formate auch in Zukunft stattfinden sollten, um Eltern und Fachkräften kontinuierliche Orientierung zu geben. Insgesamt zeigte der Abend, dass Aufklärung, praktische Hilfestellungen und kommunale Unterstützung gemeinsam wirksame Mittel sind, um Kinder in einer zunehmend digitalisierten Lebenswelt sicher zu begleiten.

Im Namen der Stadt Breuberg sowie der Gemeinde Lützelbach und deren Einrichtungen danken wir Herrn Nikolaj Podlesny herzlich für seinen engagierten und fachlich fundierten Vortrag. Seine klar strukturierte, praxisnahe Präsentation und die zahlreichen sofort umsetzbaren Empfehlungen haben Eltern und Fachkräften wertvolle Orientierung gegeben.