Breuberg-Bund: Vierteljahreszeitschrift


Neue Erkenntnisse zur Frühgeschichte von Burg und Herrschaft Hirschhorn – Waldschmiede in der Herrschaft Breuberg – Unbekanntes Gemälde von 1816 des Erbacher Malers Kehrer vorgestellt

Das jetzt erschienene Heft der vom Breuberg-Bund herausgegebenen Vierteljahreszeitschrift „Der Odenwald“ wird eröffnet von dem Archäologen Dr. Joachim Neumaier mit dem Beitrag „Schloss – Pfalz – Burg – volkstümliche Benennungen für die römischen Ruinen in Schlossau/Neckar-Odenwald-Kreis“. Ausgangspunkt für die Darlegungen sind Eintragungen im ältesten Güterverzeichnis des Klosters Amorbach von 1395. Neben weiteren Belegen aus dem Odenwaldraum weist der Autor darauf hin, dass vor allem Südwestdeutschland als Ganzes eine Fülle von Belegen für die Verbindung von „Villa Rustica“ und „Schloss“ aufweist. Ein Übersichtsplan des römischen Schloßau mit Kastell, Vicus und Limesverlauf ergänzt die Ausführungen.

Von Thomas Steinmetz stammt der nachfolgende Beitrag „Nochmals – Zur Entstehung und Frühgeschichte von Burg und Herrschaft Hirschhorn.“ Die Auswertung zweier Urkunden, die erst in neuerer Zeit veröffentlicht wurden, bzw. im Original vorlagen, erlauben dem Autor grundlegende Erkenntnisse zur frühen Herrschaftsgeschichte dieser eindrucksvollen Burganlage. Darüber hinaus kann er begründet aufzeigen, dass die Burg Hirschhorn in der Frühzeit keinen voll entwickelten Bergfried besaß. Eine Stammtafel zur Frühgeschichte der Herrschaft Hirschhorn sowie eine Reihe qualitätvoller Aufnahmen belegen die Ausführungen.

Mit „Regelungen zur Eisenverhüttung im Hinteren Odenwald des 15. Jahrhunderts“ der „Einordnung und Edition einer Waldschmiedeverleihung des Grafen Wilhelm von Wertheim“ befasst sich der nächste Beitrag von Leon Wölfelschneider.

Die weiteren Beiträge sind in der Reihe „Der Odenwald in alten Ansichten“ die Bildbeschreibung von Dr. Benno Lehmann: „Christian Wilhelm Kehrer (1770-1869): Wildschweinrotte mit Schloss Erbach im Odenwald“; Heinz Reitz: „Einzelheiten zur Geschichte der Gleichstromversorgung durch die Ueberauer Mühle im Jahre 1895“; Hans Günter Morr: „Naturkatastrophe „in der Wetschbach“ bei Unter-Schönmattenwag“ und „Besetzung der Stelle eines Zentknechtes für die Zent Heppenheim im Jahre 1809“

Buchhinweise beschließen das 4. Heft dieses 73. Jahrganges der Zeitschrift „Der Odenwald“. Es kann über die Geschäftsstelle des Breuberg-Bundes, Ernst-Ludwig-Straße 2-4 in 64747 Breuberg oder den Buchhandel sowie über das Internet unter www.Breuberg-Bund.de, wo auch weitere Informationen zu bekommen sind, für 5.- Euro bezogen werden.