Aus unserer Stadt:

Die Bürgermeisterin informiert / KW 42


Breuberg erhält Auszeichnung „Global Nachhaltige Kommune“

Die Stadt Breuberg hat nach zweijähriger Projektlaufzeit die Auszeichnung „Global Nachhaltige Kommune“ (GNK) erhalten. Die Urkunde zum erfolgreichen Abschluss des Projekts nahm Dr. Karin Lichtblau, ehemalige Umweltausschussvorsitzende und Sprecherin des Runden Tischs, am 30. Oktober 2026 im Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU) in Wiesbaden entgegen. Anlass war das Vernetzungstreffen der „Global Nachhaltigen Kommunen“ in Hessen. Leider war ich an diesem Tag terminlich bereits anderweitig gebunden.

Im Rahmen der Veranstaltung gaben die beteiligten Projektkommunen Einblicke in ihre Nachhaltigkeitsstrategien und informierten über den aktuellen Stand ihrer Arbeit. Breuberg war dabei die kleinste der am GNK-Projekt teilnehmende Kommune, zu denen unter anderem auch Wiesbaden, die Gemeinde Lohfelden, Pfungstadt und der Lahn-Dill-Kreis gehören. Dass die „Nachhaltigkeitsstrategie für ein zukunftsfähiges Breuberg“ am 23. September 2026 schon als strategischer Orientierungsrahmen für die zukünftige kommunale Entwicklung Breubergs von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde, fand dabei große Anerkennung unter den Teilnehmenden.

Von 2024 bis zum Sommer 2026 erarbeiteten Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Kommunalpolitik und Zivilgesellschaft gemeinsam die Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt. In einer ersten Projektphase wurde zunächst eine Bestandsaufnahme durchgeführt. Unter fachkundiger Begleitung durch SKEW wurde analysiert, wie Breuberg im Bereich Nachhaltigkeit aufgestellt ist und wo die Schwerpunkte für Breuberg liegen. Im Rahmen mehrerer Workshops, zu denen Interessierte öffentlich eingeladen waren, wurde eine erste Kommunale SDG-Bestandserfassung durchgeführt. Auf dieser Grundlage wurden sechs Handlungsfelder festgelegt, die für Breuberg als besonders relevant und sinnvoll erachtet wurden.

In der zweiten Projektphase wurde die Nachhaltigkeitsstrategie für Breuberg weiter ausgearbeitet und konkretisiert und das Strategiepapier „Nachhaltigkeitsstrategie für ein zukunftsfähiges Breuberg“ entwickelt.

Mit dem erfolgreichen Abschluss des zweijährigen Prozesses ist Breuberg nun als „Global Nachhaltige Kommune“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt das Engagement der beteiligten Akteurinnen und Akteure und soll zugleich Ansporn sein, den eingeschlagenen Weg einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung konsequent fortzusetzen.

Ich freue mich, dass wir mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie einen wichtigen Leitfaden für die weitere Entwicklung Breubergs geschaffen haben. Sie lebt von Dialog, Beteiligung und gemeinsamem Handeln. Mein herzlicher Dank gilt allen, die sich mit ihren Ideen und ihrem Engagement eingebracht haben. Gemeinsam wollen wir Breuberg auch für kommende Generationen lebenswert, resilient und zukunftsfähig gestalten.

Die Bestandsanalyse und die darauf aufbauende Nachhaltigkeitsstrategie sind zu finden: https://www.breuberg.de/stadtentwicklung/entwicklungsmassnahmen/global-nachhaltige-kommune-gnk/. Die Nachhaltigkeitsstrategie ist auch direkt über den oben abgebildeten QR-Code abrufbar.

In schweren Stunden für andere da sein – Krisenhelfer gesucht

Ein plötzlicher Todesfall oder ein schwerer Unfall kann das Leben von einem Moment auf den anderen verändern. In solchen Situationen ist es wichtig, jemanden an seiner Seite zu haben, der zuhört, Halt gibt und durch die ersten schweren Stunden begleitet.

Genau das leisten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Krisenintervention und Notfallseelsorge im Odenwaldkreis. Seit 1999 arbeiten das Deutsche Rote Kreuz und das Evangelische Dekanat Odenwald dafür zusammen. Die Teams werden meist durch Rettungsdienst, Feuerwehr oder Polizei alarmiert und begleiten Angehörige, Hinterbliebene und Ersthelfer in akuten Ausnahmesituationen.

Bei einem gemeinsamen Austausch habe ich zusammen mit meinen Bürgermeisterkollegen aus Höchst, Lützelbach und Bad König diese wertvolle Arbeit ausdrücklich gewürdigt. Mein herzlicher Dank gilt allen, die sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe widmen und Menschen in schweren Stunden beistehen.

Damit diese Hilfe auch künftig gewährleistet werden kann, werden weitere Ehrenamtliche gesucht. Wenn Sie Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein mitbringen und bereit sind, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu begleiten, möchte ich Sie ermutigen, sich über dieses Ehrenamt zu informieren.

Eine fundierte Grundausbildung bereitet Sie auf die Aufgabe vor. Dazu gehören unter anderem Gesprächsführung, Krisenintervention, der Umgang mit Sterben und Trauer sowie Selbstfürsorge und praktische Übungen.

Informationen zu Voraussetzungen, Ausbildung und Einsatzmöglichkeiten erhalten Sie bei:

Gernot Niemeier – Krisenintervention des DRK
Telefon: 06062 607-631
E-Mail: gernot.niemeier@drk-odenwaldkreis.de

Brigitte Rodenhausen – Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche
Telefon: 0160 96773418
E-Mail: brigitte.rodenhausen@ekhn.de

Vielleicht ist dieses Ehrenamt eine Aufgabe für Sie. Ihre Zeit und Ihre Zuwendung können für einen Menschen in einer Krise viel bedeuten.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Herzliche Grüße

Ihre Bürgermeisterin
Deirdre Heckler